DHanf
Das Projekt DHanf entwickelt eine hochinnovative Plattformtechnologie, um Züchtungsprogramme bei Nutzpflanzen entscheidend zu beschleunigen und zu verbessern. Als Modellpflanze dient der Nutzhanf – eine traditionsreiche Kulturpflanze für Ernährung, Fasern und medizinische Zwecke, deren züchterisches Potenzial bisher kaum ausgeschöpft ist.
Die zentrale Innovation von DHanf ist die Entwicklung eines universellen, Genotyp-unabhängigen Verfahrens zur wirtschaftlichen Erzeugung reinerbiger Pflanzen mithilfe der Doppelt-Haploiden (DH)-Technologie. Bei dieser Methode werden aus Mikrosporen (Pollen-Vorläuferzellen) direkt 100 % reinerbige Pflanzen erzeugt. Dies verkürzt die Entwicklungszeit neuer Sorten um bis zu sechs Jahre, senkt Kosten erheblich und ermöglicht eine deutlich schnellere Markteinführung.
Bisherige DH-Methoden sind jedoch ineffizient und scheitern oft an der Widerstandsfähigkeit vieler Pflanzen (Rekalzitranz). DHanf überwindet diese Hürde durch ein neuartiges Verfahren der chemischen Reprogrammierung von Hanfpollenzellen.
Das Ziel ist, die Ertragsleistung und Qualität von Hanf systematisch zu steigern, etwa durch Reduktion von Samenausfall, Optimierung der Faserqualität oder gezielter Steuerung der Inhaltsstoffe1,2. Damit schafft das Projekt die technologische Grundlage für eine moderne, effiziente Züchtung von Nutz- und Medizinalhanf in Europa und eröffnet ein hohes Wertschöpfungspotenzial.